Cougar

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Cougar - Infos

Der Puma, im englischen Sprachraum auch Cougar, gehört zu der Familie der Kleinkatzen, deren größter Vertreter er ist. Sein lateinischer Name lautet  felis concolor (Einfarbige Katze)

Einst war er auf dem ganzen amerikanischen Doppelkontinent verbreitet und lebte dort seit etwa 3 Millionen Jahren, bevor der Mensch auftauchte und ihn bis auf einige Rückzugsgebiete im westlichen Kanada sowie den USA; und einigen mehr oder weniger schwer zugänglichen Gebirgs- und Urwaldregionen in Mittel- und Südamerika verdrängte.

Pumas sind sehr anpassungsfähige Tiere, daher findet man sie im Dschungel am Äquator, in Wüsten, Wäldern sowie den Gebirgen Nord- und Südamerikas bis hinauf in Höhen von ca. 4000m.

Während die Tiere am Äquator eher klein sind: Körperlänge ca. 0.98 bis 1,10 m - Gewicht ca. 36 bis 60 kg; erreichen die Exemplare im Norden und im Süden eine Körperlänge bis 1,60 m und ein Gewicht von bis zu 115 kg. Die Männchen sich dabei etwas größer und schwerer als die Weibchen.

Pumas trifft man seltener in offenem Gelände, als vielmehr in bewaldeten Gebieten. In den Wüsten und Halbwüsten finden sie zwischen Sträuchern, Kakteen und Felsen genügend Verstecke. Sie sind ausgezeichnete Kletterer und können, wenn es denn sein muss, auch schwimmen. Pumas können sehr gut springen und schaffen dabei aus dem Stand Weiten von bis zu 6 m und Höhen bis zu 3 m. Aus dem Lauf heraus sind noch höhere und weitere Sprünge möglich (Weite: ca. 11 m, Höhe ca. 6 m). Wie alle Katzen landen sie stets auf den Pfoten und selbst Stürze aus knapp 20 m Höhe können sie unverletzt überstehen.

Die Fellfarbe kann, je nach Lebensraum, von silbergrau bis rötlichbraun variieren - die Bauchseite ist dabei stets heller, fast weiß gefärbt - und zeichnungslos. Nur junge Pumas bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten haben ein geflecktes Fell. Der Name Puma kommt aus dem indianischen und bedeutet, wie auch der lateinische Name, 'Katze einer Farbe'.

Pumas haben unterschiedlich große Reviere, die je nach Lebensraum und Beutetierbestand zwischen 80 und beinahe 450 Quadratkilometer groß sein können. Dabei kann sich das Revier eines Männchens durchaus mit denen mehrer Weibchen überschneiden, aber niemals mit dem eines anderen Männchens. Die Tiere gehen sich aus dem Weg, wenn sie nicht in Paarungsstimmung sind.

Eine bestimmte Paarungszeit gibt es nicht. Findet sich ein Pärchen zwecks Fortpflanzung, dann leben sie auch nur einige Tage miteinander, bevor wieder jeder seine eigenen Wege geht. In dieser Zeit kopulieren die Tiere bis zu 70 mal am Tag. Nach etwa 90 bis 96 Tagen kommen 2 bis 3 Junge blind zur Welt. Sie haben ein gepunktetes Fell und blaue Augen. Beide Kindheitsmerkmale verlieren sich nach ca. sechs Monaten. Die Mutter säugt die Kleinen etwa 3 Monate lang, sie beginnen aber schon um die sechste Lebenswoche herum, Fleisch zu fressen. In den folgenden zwei Jahren begleiten die Jungen ihre Mutter auf ihren Streifzügen und lernen alles, was sie zum Überleben brauchen.

Pumas sind Opportunisten, sie jagen und fressen fast alles: Von der kleinen Maus bis hin zum riesigen Elch. Zu ihrem Speiseplan gehören Vögel, Frösche und Nager ebenso wie Weißwedelhirsche, Bergschafe und -Ziegen; Eidechsen, Waschbären und anderes Getier. Nach einem größeren Riss verschlingen sie zumeist zuerst die Innereien und danach den Rest. Was sie nicht auf einmal fressen, verscharren sie unter Laub und Zweigen für die nächste Mahlzeit. Von den meisten Kadavern bleibt so nicht mehr viel übrig: Zähne, Hufe, Geweihe und anderes unverdauliches.

Zum Leidwesen der Farmer vergreifen sich manche Tiere auch gelegentlich am Hausvieh. Dies aber nicht aus Spaß, sondern oft aus Not, weil auf dem Farm- und Weideland keine natürlichen Beutetiere mehr zu finden sind. Auch ältere und junge, unerfahrene Tiere nehmen gerne mit der leichten Beute vorlieb, was den Tieren - zu Unrecht - einen schlechten Ruf eingebracht hat.

Pumas greifen Menschen äußerst selten an. Da sie in der Regel Fluchttiere jagen, reagieren sie - wie viele andere Raubtiere auch - auf schnelle Bewegungen. Joggende und Rad fahrende Menschen können da schon mal zum Ziel eines Pumas werden. Doch zum Glück gehen die meisten Angriffe glimpflich aus und enden mit einem großen Schrecken für beide Parteien. Nichtsdestotrotz bleibt der Puma eine Raubkatze und kann dem Menschen durchaus sehr gefährlich werden.  

Pumas stehen in den meisten Staaten unter Schutz und sind in Florida gar vom Aussterben bedroht. Dort leben sie vorwiegend in den großen Nationalparks an der Südspitze, den Everglades und dem 'Big Cypres Swamp'.

Für diese Katze gibt es eine Vielzahl an Namen.

Berglöwe - Silberlöwe - Panther - Nightscreamer - Purple Panther - American Lion - Brown Tiger - Deer Tiger - Whistler - Indian Devil - Ghostcat - Ghost of the mountains - Painter (für Panther) - Klandaght - Pi-twal - Cat of God - Father of Game

In Brasilien nennt man ihn auch Cuguacuarana - einfarbige Katze.  Von diesem Wort leitet sich das englische Cougar und das französische Couguar ab.

Die Inka nannten ihn Puma - Katze einer Farbe - und legten, laut einem Nachschlagewerk, ihre  Hauptstadt Cuzco in Form eines liegenden Pumas an, dessen erhobenes Haupt eine auf dem Berg befindliche Festung bildete. Für sie gehörte der Puma zu den heiligen Tieren und sie waren überzeugt, dass seine Knochen sie vor Tod und Unheil schützen konnten. Zudem wurden diesen Tieren Opfer dargebracht um sie gütig zu stimmen.

 

Für die Recherchen zu meinen Projekten suchte ich das benötigte Wissen aus den unterschiedlichsten Quellen zusammen. Das Gelernte habe ich in dieser Information zu der hierzulande vom Wesen her etwas unbekannteren, aber wunderschönen Wildkatzenart zusammengefasst.

 

 Dagmar Göbel, Holzweg 22, 33106 Paderborn, Tel: 05254 - 66566